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Österreich-Ungarn begann mit der Indienststellung der ersten S.M Unterseeboote 1908. Im Jahr 1912 waren 6 Unterseeboote im Einsatz, von drei unterschiedlichen Typen jeweils zwei. Damit sollten unterschiedliche U-Boot Konstruktionen verglichen und bewertet werden. Die Boote U-5 und U-6 waren auf Basis der amerikanischen Holland U-Boote auf der Whitehead Werft in Fiume aus aus den USA zugelieferten Komponenten zusammengebaut worden. In das Boot U-12 (ursprünglich als U-7 auf Kiel gelegt) flossen zahlreiche Verbesserungen ein, die sich aus dem Einsatz von U-5 und U6 ergeben hatten, so dass das dritte Boot dieser Baureihe zwar diesen sehr ähnlich, aber im Detail doch abweichend war, besonders der größere Turm stach hervor. Konstruiert und gebaut wurde dieses Boot diesmal komplett in Fiume und es wurde erst bei Kriegsausbruch angekauft. Das Design der Boote basierte auf John Philip Hollands U-Boot-Design und die Boote hatten einen einzigen, tropfenförmigen Rumpf. Die Mitglieder der Klasse waren 32,09 m (105 Fuß) lang und verdrängten 240 Tonnen (260 short tons) an der Oberfläche und 273 Tonnen (301 short tons) unter Wasser. Alle waren ursprünglich mit zwei 45 cm Bug-Torpedoro-Rohren ausgestattet und konnten vier Torpedos tragen. Am 21.08.1914 wurde S.M.U. 12 in Dienst gestellt. Alle drei Boote waren im Ersten Weltkrieg erfolgreich und versenkten zusammen fünf Schiffe mit einer Bruttoregistertonne (BRT) von insgesamt 22.391. Außerdem erbeuteten sie sieben Schiffe und beschädigten ein französisches Schlachtschiff mit 22.189 BRT. Alle drei Boote wurden während des Krieges versenkt, wobei U-5, das führende Boot der Klasse, nach seiner Versenkung gehoben und wieder in Betrieb genommen wurde. Nach Kriegsende wurde U-5, das einzige überlebende Exemplar der Klasse, als Kriegsreparation an Italien abgetreten und 1920 verschrottet. U-12 wurde bei einem Einschleichversuch in den Militärhafen von Venedig mit allen Mann an Bord versenkt, als es am 7./8. August 1915 in der Bucht von Venedig auf eine Mine lief. Das Boot wurde gehoben und im Arsenal von Venedig verschrottet. Als Kommandant wurde der erst 28-jährige Linienschiffsleutnant Egon Lerch abkommandiert, der U-12 bis zum Untergang führte.
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Das Modell stammt von der Wiener Modell-Manufaktur, die es sch zur Aufgabe gemacht hatte, die österreichische Marinetradition zu pflegen. Daher haben sie dieses für die österreichische Seefahrt wichtige U-Boot in verschiedenen Maßstäben und Ausführungen als Kleinserienbausätze in Resinguss mit Ätzteilen herausgebracht.
Mir ist es kurz vor dem Ausverkauf gelungen, eine Version in der Water-Line Ausführung in 1:72 zu bekommen. Der Bau war nicht einfach, aber am Ende bin ich recht überzeugt vom Ergebnis.
Zusammen mit dem österreichischen UB-1 kam es dann in in ein kleines Diorama.
Zur Vorstellung des UB-1 geht es hier:
Hier noch zwei Bilder aus der Roh-Bauphase:
Für größere Bilder auf die Abbildungen klicken!
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Man kann keine neuen Ozeane entdecken, solange man nicht den Mut hat, die Sicht auf die Küste zu verlieren. André Gide